Das Millennium+5-Jahr 2005 und das G8-Jahr 2007 haben uns vor allem im Bereich der Reform der Global-Governance-Strukturen zahlreiche unvollendete Baustellen hinterlassen - von der Reform der UNO über die unabdingbare Neustrukturierung der internationalen Finanzinstitutionen bis hin zur globalen Gipfelarchitektur. Diese „Baustellen der Globalisierung“ wurden schon in einer W&E-Hintergrund-Serie bearbeitet. Darüber hinaus - und ab Januar 2007 in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung - bietet dieser W&E-Blog fortlaufend aktuelle Informationen und Möglichkeiten zur Diskussion.
Dieser Blog ist unser Beitrag zum Endspurt auf den G8-Gipfel in Heiligendamm. Regelmäßig - und je näher der Gipfel rückt, desto häufiger - erscheinen hier Kurzberichte und Zusammenfassungen von den Vorbereitungstreffen sowie Kommentare zum aktuellen Geschehen.
"Naturkatastrophen werden unweigerlich zu menschengemachten Katastrophen, sei es durch die mangelnde Vorbereitung seitens funktionsunfähiger Behörden, die Inkompetenz von Politikern, die Gier von Marktteilnehmern, die zaghafte Unterstützung der Zivilgesellschaft oder die Unfähigkeit, weit reichende Unterstützung der Weltgemeinschaft zu mobilisieren...
Die Finanzkrise hat viele Entwicklungsländer hart getroffen. In den Ländern mit niedrigem Einkommen (LICs) hängt das Schicksal der ärmsten Menschen stark davon ab, welcher Haushaltsspielraum den Regierungen bleibt, um den Kampf gegen die Armut zu finanzieren. Ein neuer Report untersucht die Haushaltssituation von 56 Ländern in den Jahren 2009/2010.
Derzeit gibt es kein internationales System zur finanziellen Unterstützung von Ländern, die vom Klimawandel betroffen sind. Die pakistanische Flutkatastrophe sollte die Politik veranlassen, schnellstens einen Mechanismus zu installieren, der Ländern, die vom Klimawandel betroffen sind, finanzielle Hilfe bietet
In manchen Ländern Südamerikas, so in Brasilien und in Uruguay, werden für 2010 Wachstumsraten von rund 7% prognostiziert. In Uruguay beispielsweise herrscht regelrechte Boomstimmung. Endlich gebe es wieder Arbeit, es würde mehr verdient und ausgegeben.
Nach dem Einbruch von 2008 sind die privaten Kapitalzuflüsse in die Entwicklungs- und Schwellenländer wieder auf dem aufsteigenden Ast. Mit dem Boom kommt erneut das Thema Kapitalverkehrskontrollen (KVKs) auf die Agenda zurück.
Mit den derzeit extremen Weizenpreissteigerungen sehen wir möglicherweise den Beginn einer neuen globalen Krise der Nahrungsmittelpreise. Selbst wenn diese nicht so dramatisch werden sollte wie die Krise von 2007/2008, handelt es sich um ein deutliches Zeichen für den gefährlichen Zustand des Weltnahrungsmittelmarktes.